
Strahlende Gesichter für einen Meilenstein der Familien- und Wirtschaftspolitik: Das von MdB Karl Schiewerling initiierte Projekt „Familie – Arbeit - Mittelstand“ ist ab jetzt im ganzen Münsterland aktiv. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann überreichte heute den Bewilligungsbescheid für das Projekt „FAMM“, was für „Familie - Arbeit - Mittelstand - Münsterland“ steht. Zielsetzung ist die verbesserte Familienfreundlichkeit sowie die bessere Vernetzung von Familie und Mittelstand, um den Standort Münsterland zukunftsfähig zu halten. Das Projekt soll möglicherweise Modellcharakter für andere Regionen haben. „FAMM“ geht auf die Initiative von MdB Schiewerling zurück, der vor eineinhalb Jahren im Kreis Coesfeld das ideelle Netzwerk „FAM“ gegründet hatte. Damals schon mit der Zielsetzung, dass diese Initiative auf das ganze Münsterland ausgedehnt werden kann. Dies gelingt nun sogar in hochprofessioneller Form mit mehreren Mitarbeitern für die Münsterland-Kreise.
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Familienfreundlichkeit aus einem Guss
NRW-Innovationsprojekt setzt bewusst auf kleine und mittlere Unternehmen im Münsterland
Unternehmen und Familien profitieren gleichermaßen von familienfreundlichen Bedingungen in den Betrieben. Darum gehört familienfreundliche Personalpolitik in fast allen großen Unternehmen inzwischen zur Selbstverständlichkeit. Doch auch die traditionsgeprägten kleinen und mittelständischen Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen im ländlichen Raum müssen sich der Frage nach flexiblen Modellen zur Vereinbarkeit von Familienleben und Arbeitswelt stellen - nicht zuletzt aufgrund des auch im Münsterland bereits spürbaren Fachkräftemangels
Hier soll in Zukunft das Netzwerk FAMILE – ARBEIT – MITTELSTAND, kurz FAMM, bei der Entwicklung passgenauer münsterlandspezifischer Lösungen eine Weichen stellende Funktion einnehmen: drängende Herausforderungen der Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Familienpolitik werden in einer gemeinsamen Kraftanstrengung der vier Landkreise Coesfeld, Borken, Steinfurt, Warendorf und des Arbeitsministeriums NRW erstmals integriert bedient. „Der kleine Metallbauunternehmer in Ochtrup braucht eine andere Lösung als der Großkonzernchef in Hamburg“ – so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, der am 08. Juli 2008 in Münster persönlich den Startschuss zu diesem für NRW einzigartigen Projekt gibt.
Alle beteiligten Akteure sind sich einig, dass Familienfreundlichkeit kein Luxus ist, sondern eine notwendige Grundvoraussetzung, um im Wettbewerb der Regionen wirtschaftlich zu bestehen.
So ist im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit in klar definierten Meilensteinaktivitäten der Ausbau der Frauenerwerbsquote, die im Münsterland noch immer unter 40 Prozent liegt, und die Verbesserung der Betreuungs- und Entlastungsangebote für Familien geplant. Als weiteres sichtbares Ergebnisziel wollen die Akteure mindestens 60 Unternehmen nach einem eigens auf kleinste, kleine und mittlere Betriebe zugeschnittenen Verfahren mit einem Gütesiegel „Familienfreundlicher Betrieb“ auszeichnen. Entscheidungskriterien im Zertifizierungsprozess sind beispielsweise die Nutzung von Beratungsangeboten, die Pflege der Kontakte zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern während der Elternzeit, die Bereitstellung einer den Bedingungen des ländlichen Raums angepassten Infrastruktur von Betreuungs- und Dienstleistungsangeboten. „Gerade die Vernetzung von Unternehmen, Verbänden, der Politik und Einrichtungen der Familienhilfe ist es, die etwas Neues schaffen kann – und das sollte nicht immer nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Initiative, des Mutes und der guten Ideen sein“, betont FAMM-Initiator MdB Karl Schiewerling